Liebe Mitglieder der LAG KipkE,

gerne halten wir Sie mit einem Zwischenbericht über unsere Aktivtäten, Pläne und über Neuigkeiten zu unserem Thema „Kinder psychisch erkrankter und suchterkrankter Eltern“ auf dem Laufenden.
Unser Teammitglied Heike Petereit-Zipfel erklärt sich bereit, zunächst bis Ende 2019 diese Aufgabe zu übernehmen. Sie wird sich auch um die Belebung unserer Homepage kümmern.

Zunächst einmal herzlich willkommen an die neuen Mitglieder! Wir bedanken uns für die Unterstützung und das Vertrauen in die Arbeit der LAG.

Unser SprecherInnenteam pflegt regelmäßige Arbeitstreffen. Als Interessenvertretung gegenüber Politik und Kostenträgern, werden wir uns weiter für die Vernetzung vorhandener sowie Förderung neuer Strukturen und Angebote für die betroffene Kinder und ihre Familien stark machen.

In 2019/2020 wollen wir uns auch auf die Entlastung von älteren Kindern und Jugendlichen konzentrieren. Sie sollen leichter und mehr als bisher von angemessener Unterstützung profitieren. Hierzu müssen weitere Angebote entwickelt und erfolgreiche Zugangswege erschlossen werden. Das übergeordnete Ziel ist die Vermeidung psychischer Erkrankung bei den Kindern und Jugendlichen.

In einem Planungsworkshop wollen wir in 2019, unter Einbeziehung wissenschaftlicher Begleitung und gemeinsam mit betroffenen Jugendlichen, Projektideen entwickeln und Ausdrucksformen finden, mit denen sie ihre Lebenswelt zeigen können. Wir möchten den Jugendlichen in ihrer Welt begegnen, ihnen altersgemäße Ausdrucksformen in den Bereichen Musik, Literatur, Malerei, Fotographie oder weiteren Kunstformen ermöglichen. Die künstlerische Auseinandersetzung mit ihren Lebenssituationen und die Veröffentlichung der Ergebnisse ab 2020, soll die Jugendlichen in ihrer  persönlichen Entwicklung unterstützen und sie möglicherweise zu Multiplikatoren für ihr „Thema“ werden lassen. Die Mitarbeit weiterer LAG Mitglieder in einem Umsetzungsteam ist ausdrücklich erwünscht. Wir werden Sie gesondert ansprechen.

Wie Sie alle wissen, befasst sich seit Anfang dieses Jahres eine Arbeitsgruppe des Bundestags mit dem Thema „Kinder psychisch erkrankter und suchterkrankter Eltern“. Als Vertreterin des Bundesverbands der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen, nahm ich am Expertisenworkshop  „Gute Praxis“ teil und bringe Sie gern mit einem kurzen Bericht auf den neuesten Stand.

Die Bundesarbeitsgruppe, setzt sich aus VertreterInnen der Bundesministerien für „ Arbeit und Soziales“, „Familie, Senioren, Frauen und Jugend“, „Gesundheit“, aus zahlreichen  VertreterInnen von Verbänden, Fachgesellschaften und Interessensvereinigungen, sowie der Wissenschaft und Forschung zusammen.

Zunächst wird für die drei Bereiche „Forschung“, „Gute Praxis“ und „Recht“ eine Ist-Analyse erstellt.

Im Bereich „Forschung“ befassen sich die Fachleute mit dem aktuellen Stand der Forschung zu Versorgung, Intervention, Behandlung, Kooperation und Zusammenarbeit hinsichtlich der Situation der betroffenen Kinder und Jugendlichen.

Im Bereich „Gute Praxis“ werden ausgewählte Angebote, Initiativen und Unterstützungsmaßnahmen ausgewertet.

Der Bereich „Recht“ befasst sich mit den bestehenden Rechtsgrundlagen.

Die Gruppen beraten sich in diesem Prozess gegenseitig.

In den nächsten Wochen sollen die Ergebnisse der Ist-Analyse vorliegen, Mit diesen wird sich erneut die Bundesarbeitsgruppe befassen, um sich auf Kern- und Leitfragen für weitere Expertisen zu verständigen, welche die Verbesserungsbedarfe konkreter beschreiben sollen.

Im Frühling 2019, wird die Arbeitsgruppe die Ergebnisse dieser vertiefenden Expertisen auswerten und sich circa Mitte des Jahres mit einem Abschlussbericht und entsprechenden Empfehlungen an den Deutschen Bundestag wenden.

Den RechtsexpertInnenen fällt im gesamten Prozess die Aufgabe zu, sich mit den juristischen Voraussetzungen zu befassen, die sich aus den Handlungsempfehlungen aus „Forschung“ und „Gute Praxis“ ergeben. Sie untersuchen, was im gültigen gesetzlichen Rahmen bereits machbar ist/wäre oder an welchen Stellen gesetzliche Veränderungen, bzw. Anpassungen notwendig werden.

Da also Mitte nächsten Jahres mit einem Ergebnis aus diesem Prozess zu rechnen ist, haben wir uns darauf verständigt, Sie für 14./15. Oktober 2019 zu einem Fachtag nach Bad Boll einzuladen. Wir möchten uns von einer gut informierten Person von den Ergebnissen und geplanten Neuerungen berichten lassen. Wir möchten uns auch damit befassen, wie sich diese Änderungen auf die Arbeit mit den Kindern und ihren Familien konkret auswirken kann/soll. Inwieweit dies dann schon möglich sein wird, können wir noch nicht sagen. Informationen hierzu und zu weiteren Programmpunkten sowie wichtigen Details werden Sie rechtzeitig erreichen.

Abschließend möchten wir Sie bitten, eine E-Mail zu schreiben, wenn Sie auf etwas stoßen, das für die LAG, die Fachöffentlichkeit oder BesucherInnen unserer Homepage interessant sein könnte. Dies können Ankündigungen von Kongresse, Tagungen, Vorträgen sein, aber auch Hinweise auf Fortbildungen, Zeitungsberichte und Neues aus der Wissenschaft.

Wir werden uns zurückmelden, Ihre Nachrichten entsprechend verarbeiten und gegebenenfalls auf unserer Homepage veröffentlichen. Hierzu sollten Sie, bzw. die entsprechenden UrheberInnen, Ihr Einverständnis geben. Wir bedanken uns schon heute für diese Form der Mitarbeit.

Herzliche Grüße

Ihr SprecherInnenteam
Annja Kachler, Matthias Kneissler, Christine Mohler, Heike Petereit-Zipfel und Manfred Schöniger

Bitte vormerken!

Fachtag der LAG am 14./15. Oktober 2019